Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

umzusetzenSolidarisch Wirtschaften

 

Sinnhaftes Tun zeigt sich in Zuwendung und Pflege....

Wir müssen notwendigerweise unseren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften – unsere Wahrnehmung von Leistung ist dabei subjektiv sehr unterschiedlich und von Bildern der modernen Arbeitswelt verzerrt.

Wir erleben eine so einseitige Betonung von Kommerz und oberflächlicher Spiegelung, daß es uns schwerfällt, nicht-egoistische, gemeinschaftliche Verhältnisse umzusetzen.

 

Wirtschaften bedeutet: partnerschaftlicher Austausch aus persönlicher Freiheit heraus.

Gleichzeitig bedeutet es auch: Selbstbestimmtheit und Verantwortung in der Gestaltung meines Tuns. Geben, teilhaben, pflegen, kümmern.

Die intensive Beschäftigung mit den Werkzeugen und Erfahrungen eines echten gegenseitigen Wirtschaftens in zukünftigen Gemeinschaften halten wir inzwischen für absout grundlegend. 

Lasst uns offen, klar, kritisch, gerecht, ansehen, was geschieht....und Vereinbarungen verhandeln, die Allen gerecht werden.

Unsere Verantwortung bezieht sich auf jedes Wesen auf diesem Planeten.

Gemeinsame Ökonomie kann uns helfen, von dem Gedanken wegzukommen, dass ein Mensch nach seiner Leistung bewertet wird.

 

Vielmehr kann jeder Gelegenheiten ergreifen, seinen persönlichen Anteil leisten, weil er es will, und wird akzeptiert, weil er Mensch ist.

 

Der Grundgedanke des gegenseitigen Gebens trägt wirtschaftlich und gibt uns den Sinn der Arbeit zurück. Wir wollen zusammen etwas erreichen, einen Weg gehen, uns entwickeln.

Wir übernehmen aus uns selbst heraus bewusst Verantwortung für unser Tun und für  einander.

Das entbindet uns nicht davon, unsere Arbeit kritisch anzuschauen, jedoch

ganz bewusst vor dem Hintergrund des gegenseitigen Ergänzens und Unterstützens.

 

Arbeitsbereiche bauen aufeinander auf, -- Grundstoffe, Verarbeitung und Veredelung hängen voneinander ab. Produktion, Handwerk, Handel haben im Gesamtzusammenhang

jede ihren sinnvollen Platz und können sich in einer Gemeinschaft hervorragend ergänzen.

 

Wir wollen , dass jede Arbeit gleich geachtet wird, denn wenn jeder seine Fähigkeiten und Fertigkeiten im Sinne der Gemeinschaft einbringt, gibt es keinen Gegensatz mehr zwischen geistiger, künstlerischer, sozialer oder handwerklicher Arbeit.

 

Weiterentwickeln durch Loslassen – Koordinationsformen in der Ökonomie

 

Dr.C.Otto Scharmer versteht unter Öko-System-Bewusstsein: "dass ich nicht nur meinen eigenen Wohlstand und meine Lebensqualität maximiere, sondern auch diejenige aller meiner Partner und Mitgestalter.

Dabei hilft es, sich in die Perspektive des Anderen zu begeben. Wie das geht ? Wir haben gelernt,dass dazu ein Prozess erforderlich ist, der die Öffnung des Verstandes und des Herzens und des Willens ermöglicht:

Gemeinsame Wahrnehmung und Willensbildung.

Warum geschieht dies so selten ? Weil der schwerste Schritt das Loslassen ist. Es bedeutet eine Schwelle zu überschreiten, eine Welt loszulassen und eine andere Welt kommen zu lasen, von der wir gar nicht wissen, ob sie überhaupt existiert.….........

Angefangen mit dem Begriff der Natur, die nicht länger als Ressource, sondern als ein zu kultivierendes Öko-System gedacht wird. Weiter über unser Verständnis von Kapital,das nicht mehr als Geld, sondern als kreative schöpferische Kraft des Menschen zu denken ist. Bis zu unserem Verständnis von Technologie – weg von den alten Industrien zu erneuerbaren, sozialen, kommunikativen Technologien, die uns helfen, gemeinsam kreativer zu werden.

Aufbau gemeinsamer kreativer Wahrnehmungs-, Willensbildungs-, und Handlungsfähigkeit.

Die ökonomische Kategorie muss mit Lebensqualität , Naturverträglichkeit und Wohlbefinden verknüpft werden.

Gesamtwirtschaftlich müssen wir die Art und Weise überdenken, wie wir die Wirtschaft koordinieren - weg von Hierarchien, Märkten und Stakeholder-Verhandlungen zu Handlungen, die aus einer gemeinsamen Wahrnehmungs- und Willensbildung entstehen.Die ökonomische Kategorie der Eigentumsrechte muss mit gemeinschaftlichen Rechten , die zukünftige Generationen schützen, erweitert werden.

Wir müssen ausserdem alte, auf Manipulation zielende Kommunikationsformen abbauen und neue Räume für schöpferische Dialoge aufbauen.

Der letzte Schritt betrifft die Umwandlung unserer alten hierarchischen Strukturen hin zur Kultivierung schöpferischer Felder von gleichberechtigter Kooperation."

(auszugsweise) Dr.C.Otto Scharmer