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Ursprünglich ein Aufruf zur Gemeinschaftsgründung, ist Elderbusch inzwischen eine Konzept-plattform für naturpflegende Ideen in dieser Zeit des Umbruchs.

 

Aus unseren Erfahrungen schildern wir die Themen, die uns begegnet sind und wie sie sich entwickelt haben.

 

Aus verschiedenen Perspektiven zeigen die Texte Sichtweisen einer zukünftigen Kultur.

 

 

 

 

Elderbusch  oder: wie gründet man eine Gemeinschaft ? 

Die bisherige Gruppe Elderbusch-Aktiver,  die sich im Frühjahr 2016 gefunden und mehrfach gewandelt hat, hatte begonnen, in gemeinsamer Strukturarbeit Inhalte und Zielsetzung zu erarbeiten.   Dieser Prozess hat uns deutlich gezeigt, daß es im Miteinander   (so was von!) dringend nötig ist, offen und zielgerichtet über die schwierigen Dinge, die Reibungspunkte zu sprechen.

Dem konstruktiven Miteinander stehen Ängste gegenüber, unausgesprochene Bilder, unbewusste Vorbehalte. Wo diese Kräfte zum Zug kommen, zerfällt das Gemeinsame. 

Verbinden kann uns auf Dauer nur der bewusste  Wille, die uns wichtigen Dinge, das gegenseitige Wahrnehmen und Fördern  gemeinsam bewusst zu verfolgen.

 Jeder auf seine Art an seinem Platz, mit seinen  Fähigkeiten.

Immer geht es ums Anpacken, Verantworten, Begleiten, Wahrnehmen, Unterstützen.

 

Unser gemeinsames Ziel:   an uns,  an der Landschaft und landwirtschaftlicher Kultur heilend zu arbeiten .

 Wir sollten dabei zulassen, daß viele Dinge im Fluss bleiben, sich wandeln und wachsen....und sie gemeinsam aufmerksam begleiten.

 

Mit der Freiheit schöpferisch wirken zu können, ist zugleich die Verantwortung gegeben, dies in angemessener Weise zu tun.  (Nicolaus Cusanus)

 

Die Angst vor einer Zukunft,

die wir fürchten,

können wir nur überwinden

durch Bilder einer Zukunft,

die wir wollen.

E.W.Barkhoff

Bildergalerie

Die industrialisierte Agrar-Wirtschaft befindet sich in einer Spirale der Landschafts-Vernichtung,  Kleinbauern müssen aufgeben - wer hütet und entwickelt die letzten Reste unserer Kulturlandschaft weiter?

Wie sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus ?  Es genügt bei weitem nicht mehr, nur zu erhalten, was übrig geblieben ist.  Wir müssen wieder zurückgeben, heilen, was wir zerstört haben - aktiv, bewusst, achtsam.

Wir wollen fördern und entwickeln - brüderlich nach den Bedürfnissen der Pflanzen und Tiere, zu einem höheren Zusammenhang.

Wir wollen Wege finden:  Naturzusammenhänge wieder vielfältig Aufbauen, Zusammenfügen, Pflegen, Vernetzen, nachhaltig, solidarisch u. verantwortlich Nutzen.

All das muss wieder im Bewusstsein der gemeinsamen Wahrnehmung geschehen, mit Hingabe, Erfahrung und Verstand.

 

Für eine kommende Generation ist das greifbare Vorbild einer lebendigen Landwirtschaft als Organismus eine grundlegende Erfahrung.

Wir sollten wieder lernen, sorgsam mit uns und unserer Umwelt umzugehen !

 

 Wir leben in einem Natur-zusammenhang:

-die Landschaft -   und sind uns selten bewusst, wie sehr wir davon abhängen, wie  sehr wir davon geprägt sind, wie weit wir diese direkte Verbindung zu unserem Ursprung schon zerstört haben.

Wichtige Elemente des Natur-zusammenhangs Landschaft sind unserem Nutz und Effizienzdenken schon zum Opfer gefallen: Alleen, Obstwiesen, Steinmauern, Hecken, Waldränder, Kräuterwiesen, Heiden, Sümpfe, Haine, Bauerngärten, Bachläufe und Auen.

Unsere Kinder erleben kaum mehr die Vielfalt der Lebewesen, ihre Schönheit, das Zusammenspiel.

Ich gehe davon aus, dass Jeder seine individuellen Wege hat, in diesem Zusammenhang wieder positiv zu wirken. Elderbusch ist ein Versuch, durch einen gemeinsamen tragenden Rahmen möglich zu machen, was dem Einzelnen zunehmend schwer fällt.

 



Der Elderbusch oder Holunder

"Vor dem Holunder sollst Du den Hut ziehen !"

Der Baum der "holden Frauw", Frau Holle,  als Schwelle zur jenseitigen Welt aufgefasst , zur Unterwelt im Bauch der BabaJaga und den Ahnen, die uns stützen.

Im großen Kochtopf der Unterwelt gibt es

Tod und neues Entstehen, Wandlung und Fruchtbarkeit, Heilen, Nähren.

Des Holunders umfassende Schlichtheit und Tiefe ist

ein  Bild in den Aufgaben, die uns erwarten.